zusammen leben
Gesellschaft bedeutet Gemeinschaft
Wachtendonk soll liebenswert bleiben und sicher in die Zukunft gehen. Dazu müssen wir alle lokalen und überregionalen Möglichkeiten bis hin zur EU ausschöpfen.
Wir wollen die Stärken einer kleinen Gemeinschaft entwickeln, um das Zusammenleben für alle großartig zu gestalten.
Was bewegt uns?
Deswegen ist es nach unserer Ansicht wichtig, dass in Wachtendonk:
- Kinder und Jugendliche ein bestmögliches Betreuungs-, Schul- und Freizeitangebot vorfinden, das sie auch problemlos erreichen können.
- die vielen ehrenamtlich Tätigen in den unterschiedlichen Vereinen und Institutionen unterstützt und gestärkt werden. Nur mit Menschen im Ehrenamt ist ein vitales Miteinander möglich, sei es im Sport, in der Kultur, in der Schule, im Naturschutz, der Betreuung älterer Mitbürger*innen und den sozialen Brennpunkten
- ausreichend Wohnraum geschaffen wird, in jedem neuen Baugebiet mindestens 30% Mehrfamilienhäuser errichtet werden.
- Baukonzepte entwickelt werden, die die maximale Bauhöhe ausnutzen oder mit modernen Reihenhäusern flächensparend Eigentum ermöglichen. Ziel muss eine möglichst geringe Versiegelung sein.
- in allen zukünftigen Wohngebieten ausreichend barrierefreie Wohnungen für u.a. altersgerechtes Wohnen vorgesehen werden.
- unser grünes Umland geschützt wird und in seiner ökologischen Entwicklungsfähigkeit gestärkt wird. Das betrifft die Fließgewässer wie Nette und Niers, die Weiden, Wälder und Naturschutzgebiete. Wir wollen diesen kostbaren Naturraum schützen und gleichzeitig erlebbar und verstehbar machen.
- vor Ort alles für den Klimaschutz getan wird, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.
- die Anpassung an die Klimaveränderungen fester Bestandteil kommunaler Planung wird. Extremwetterereignisse mit Hitzewellen, Trockenheit und Starkregen nehmen zu und müssen bestmöglich in ihren Auswirkungen abgemildert werden.
- sich die lokale Wirtschaft nachhaltig entfalten kann, also im Dreiklang aus Verantwortung vor der Umwelt, in sozialer Ausgeglichenheit und ökonomischer Stabilität.
Was haben wir Grüne in den letzten fünf Jahren erreicht?
Politische Arbeit ist immer gemeinschaftliche Arbeit. Angestoßen von Parteien, Vereinigungen, Bürgern, Verwaltung oder Vereinen werden Maßnahmen umgesetzt, die dem Wohle der Gemeinde dienen. Wir GRÜNE konnten in den letzten 5 Jahren maßgeblich folgende Punkte initiieren bzw. bei der Umsetzung maßgeblich mitwirken:
- Moderne Bauleitplanung, die alle zukunftsorientierten Anforderungen berücksichtigt.
- frühzeitige Erstellung einer lokalen Wärmeplanung, um den Bürgern Sicherheit bei der Entscheidung über ein zukünftiges Heizsystem zu geben.
- Einrichtung einer Stelle für eine Klimaschutzmanagerin
- Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes, das nach dreijähriger Vorarbeit im Sommer 2024 verabschiedet wurde und das so mit Maßzahlen belegt ist, dass es auch jährlich überprüft und kontinuierlich verbessert werden kann.
- Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass für Jugendarbeit zumindest einmal genügend Personal zur Verfügung steht. Mehr muss aber dringend folgen, da der Bedarf und die Anforderungen stetig steigen.
- Im Bereich Inklusion konnten wir zumindest sicherstellen, dass dieses eher unbequeme Thema nicht komplett außen vor blieb. Da gibt es allerdings noch sehr dicke Bretter zu bohren.
- Einrichtung eines Baumverzeichnisses, in dem der Betriebshof Entnahmen und Neupflanzungen analog zu anderen Maßnahmen verortet und bilanziert.
- Änderung der Gestaltungssatzung, um auch im denkmalgeschützten Ortskern Photovoltaikanlagen auf Dächern zu ermöglichen, z.B. schon umgesetzt auf dem Rathausdach.
- Erstellung eines Mobilitätskonzeptes und daraus folgend u.a. die Planung einer Mobilstation am Friedensplatz, eine Station mit sicherer, wettergeschützter Abstellmöglichkeit, einer Reparaturstation für Räder und einer digitalen Anzeige des Busfahrplans.
- Ergänzung der Sanierung Aerbecker Straße um den Bau eines aus Landesmitteln geförderten Radweges.
- Unterstützung bei der Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft, vor allem durch ehrenamtliches Engagement Einzelner, um die Beteiligung Wachtendonker und Wankumer Bürger*innen an der Erzeugung erneuerbarer Energieformen zu ermöglichen
- Unterstützung zum Erhalt einer weiterführenden Schule in Wachtendonk.
- Einführung eines Vereinsbudgets, damit die Vereine für ihre Ideen und Tätigkeiten nicht jährlich neue Anträge stellen müssen.
Was ist uns für die kommenden 5 Jahre wichtig?
Politische Willensbildung gehört mitten in den Ort und muss die Teilhabe aller Bürger*innen barrierefrei ermöglichen. Wir setzen uns dafür ein, dass das Bürgerhaus in kommunaler Hand bleibt und zügig saniert wird. Damit bleibt der Weiterbetrieb der Bücherei und die Nutzung des Bürgersaales für kulturelle und politische Veranstaltungen gewährleistet.
Die Gemeindewerke und damit die Versorgung der Gemeinde mit Wasser und Gas sollen zukünftig mit der Gelsenwasser AG als strategischem Partner durchgeführt werden, die dafür mit 49% bei den Gemeindewerken einsteigen. Das dadurch erhöhte Eigenkapital hilft die Investitionen für die Erneuerung des Trinkwassernetzes zu stemmen.
Die Gemeindewerke werden zudem ein wichtiger Partner für zukünftige Investitionen in die Erzeugung nachhaltigen Stroms und nachhaltiger Wärme sein.
Wir unterstützen die Errichtung einer Veranstaltungshalle in Wankum.
Auf Basis unseres Klimaschutzkonzeptes kann eine neutrale Klimabilanz nur erreicht werden, wenn in unserer Gemeinde der CO2-Ausstoß reduziert wird und gleichzeitig die Erzeugung von CO2-neutraler Energie weiter angetrieben wird.
Das bedeutet,
- wir GRÜNE unterstützen die Bürgerenergiegenossenschaft bei der Installierung von Floating-PV (Photovoltaikanlagen auf den Baggerseen) und beim Betrieb von Windrädern.
- wir GRÜNE fordern den Ausbau von Photovoltaik (PV) auf allen kommunalen Gebäuden.
- wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass die Erkenntnisse der kommunalen Wärmeplanung auch in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Unsere Aufgabe als Kommune muss sein, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort durch passende Infrastruktur und Beratung bei der Umsetzung zu unterstützen. Vor allem für Wohnhäuser unter den beschränkten Freiheiten durch den Denkmalschutz müssen Sanierungsmöglichkeiten und Varianten des PV-Ausbau so ausgearbeitet werden, dass das historische Ortsbild und moderne Wärme- und Stromversorgung zusammen passen.
- wir GRÜNE arbeiten darauf hin, dass kommunale Stromspeichertechniken realisiert werden. Abregelungen von PV- und Winkraftanlagen bei Stromüberschuss sind widersinnig. Kurzzeitspeicher zum Tag-/Nachtausgleich bzw. Langzeitspeicher (Elektrolyseur/Wasserstoffspeicher oder unterirdischer Warmwasserspeicher wie vom geologischen Dienst vorgestellt) sind auszuarbeiten. Damit wird Wachtendonk zur Vorreiterkommune in der Energiewende!
Auf Landes- und insbesondere Kreisebene erhöhen wir den Druck für einen verläßlichen Betrieb der Bahnlinie RE10. Der RE10 ist zentral, um regionalen ÖPNV mit den Metropolen zu verbinden. Egal ob Buslinien, Taxi-on-demand oder sicher ausgebaute Fahrradwege zur Bahnlinie, Park-and-ride vor Ort, alle Angebote sind auf eine funktionierende Bahn angewiesen.
Für Wachtendonk fordern wir den angebotsorientierten Ausbau und die Pflege der Radwege. Dazu gehört u.a. ein zügiger Winterdienst auf den zentralen Radwegen.
Wir GRÜNE haben, angefangen mit dem Baugebiet Niersufer, kontinuierlich eingefordert, dass in neuen Baugebieten auch Platz für Mehrfamilienhäuser eingeplant wird. Unser Antrag, mindestens 30% der Wohnflächen eines Baugebietes für günstigen Wohnraum verpflichtend anzubieten, bekam keine Mehrheit. Wir halten die Forderung jedoch aufrecht und werden dies in jede neue Planung einbringen. Dabei sehen wir zukünftig noch verstärkt die Notwendigkeit, barrierefreie Wohnungen einzuplanen, vor allem aber nicht nur für ältere Mitbürger und Mitbürgerinnen.
Alternative Wohnformen (Tiny-House) wollen wir dahingehend unterstützen, dass wir nach Möglichkeiten suchen, Flächen auf bestehenden entsprechend großen Grundstücken auszuweisen. Weiterhin könnten durch die Parzellierung einzelner Baugrundstücke in geplanten Baugebieten Angebote geschaffen werden.
Mit dem Neubau der Flüchtlingsunterkunft am Loeweg nimmt die Gemeinde Druck vom Mietwohnungsmarkt und kann die Flüchtlinge günstiger unterbringen, als in vielen Mietswohnungen. Der Mix der Betreuung von Verwaltung, Caritas und vor allem vom Verein „MitMenschen“ hat bislang für eine ruhige Integration der Flüchtlinge in das Gemeindeleben gesorgt. Die ehrenamtliche Betreuung kann gar nicht hoch genug angesehen werden und verdient weiterhin alle auch finanzielle Unterstützung. Menschen, die sich dort einbringen, entlasten die Kommune und benötigen dazu alle Anerkennung.
Die finanzielle Ausstattung der Gemeinde hat sich in den letzten Jahren prekär entwickelt, unter anderem durch eine massiv gestiegene Kreis- und Jugendumlage. Zunehmend werden Aufgaben durch das Land NRW und den Bund auf die Gemeinden umgelagert, ohne dass dafür ein vollständiger finanzieller Ausgleich erfolgt.
Eine Steigerung der Einnahmen ohne Zusatzbelastung der Bürger*innen ist eigentlich nur möglich durch Erträge aus rentablen Wirtschaftsbetrieben und aus der örtlichen Erzeugung von Strom aus Windenergieanlagen.
Es gilt also, die Aufgabenerfüllung der Verwaltung durch kluge Digitalisierungskonzepte zu vereinfachen und bei Bedarf zeitlich befristet extern zu vergeben, um den Stellenplan nicht über Gebühr zu erweitern.
Mit der Frage einer attraktiven Jugendeinrichtung beschäftigt sich der Gemeinderat schon seit zu vielen Jahren, ohne dass es eine wirklich akzeptable Lösung gäbe. Immer wieder wird von einem Teil des Parteienspektrums sogar die Notwendigkeit von Jugendarbeit in Wachtendonk in Frage gestellt. Dabei ist schon mehrfach der Bedarf deutlich belegt worden. Alle bedrängenden Situationen für Jugendliche und Kinder, die immer wieder in den Nachrichten sind, gibt es auch hier am Niederrhein. Kommunale Jugendarbeit berücksichtigt die Interessen und Bedürfnisse der jungen Menschen und fördert die soziale, kulturelle und politische Teilhabe.
Wir werden weiterhin darum kämpfen, dass es eine attraktive Lösung mit ausreichender Fläche für eine Jugendeinrichtung in Wachtendonk und Wankum gibt und dies so bald wie möglich.
Die Idee der Sportbox, die in Wankum am Bolz- und Bouleplatz bereits umgesetzt wurde, wollen wir weiter ausbauen und nach Möglichkeiten suchen, Sportmittel unkompliziert auch an anderen Sport- und Spielstätten allen zur Verfügung zu stellen.
Wer beim Thema Senior*innen nur an betreutes Wohnen denkt, greift deutlich zu kurz. Zwar müssen barrierefreie Wohnungen zügig ausgebaut werden um die Generationenübergänge zu gestalten, von denen es immer mehr geben wird, letztlich geht es aber nach wie vor auch darum, den gesamten Ort barrierefreier zu gestalten. Dass dies einer Herkulesaufgabe nahekommt ist unbestritten, dennoch ist der Ansatz aus unserer Sicht alternativlos.
Einsamkeit ist ein immer noch stark unterschätztes Problem und dies nicht nur bei älteren Mitbürger*innen. Es gibt vielfältige Gründe sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen oder sich davon ausgeschlossen zu fühlen. Jedenfalls wird es Zeit, sich auch auf lokaler Ebene mit dem Thema zu beschäftigen und Gegenstrategien zu entwickeln.
Wir setzen uns für Begegnungsstätten für Veranstaltungen in Wachtendonk und Wankum ein.
Darum sind wir gegen den Verkauf des Bürgerhauses und setzten uns für eine Sanierung des “Alten Klosters” als Herzstück der Gemeinde ein. Zudem unterstützen wir tragfähige Lösungen für eine Veranstaltungshalle in Wankum.
Wir fordern, zentrale Plätze und geeignete Orte für Begegnungen und Feste aufzuwerten.
Vordergründig betrachtet entwickelt sich die Interkommunale Zusammenarbeit im Süden des Kreises Kleve gut. Es gibt eine Reihe von Kooperationen, einige davon seit vielen Jahren (z.B. KommLog als Ausschreibungsgesellschaft). Da muss aber noch mehr gehen angesichts immer komplexer werdender Anforderungen, die nicht alle auch von kleinen Kommunen in hoher Qualität dargestellt werden können.
Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland und auch Wachtendonk bei der Digitalisierung immer noch rückständig ab. Es muss möglich werden, sämtliche standardisierten Verwaltungsabläufe auch digital abzuwickeln, mit dem Ziel sowohl bürgerfreundlicher zu werden, als auch Personal auf wichtigere Schwerpunkte zu konzentrieren. Ziel muss auch die Einrichtung einer Wachtendonk-App sein mit allen wichtigen Informationen für Bürger*innen und Tourist*innen.

