4. Mai 2026

Vogelstimmenexkursion mit Dr. Volkhard Wille am 3. Mai in Wachtendonk


– vom dauerkeckernden Gelbspötter bis hin zum Seidensänger und was das alles mit niederrheinischer Kultur-/Naturlandschaft und Klimawandel zu tun hat.

Dunst lag auf den Wiesen, als die Gruppe mit Volkhard Wille loszog um zu hören und zu sehen, welche Vögel morgens um 7 so unterwegs sind. Am Ende wurden 33 Arten notiert, von der allgegenwärtigen Amsel, Zilzalp, Elster über den kleinen Zaunkönig, Nachtigal, Austernfischer, Mönchsgrasmücke, Eisvogel bis hin zum Seidensänger. Der Gebüsch- und Gehölzstreifen entlang der Nette war voller Vogelstimmen, die auseinanderzuhalten schon eine Kunst sind. Warum der Seidensänger so erwähnenswert ist? Weil er eigentlich am Mittelmeer beheimatet ist und erst in den letzten 10 Jahren nördliche Regionen besiedelt, die frei von ausdauerndem Frost und Schnee sind und ansonsten ausreichend Schutz und Nahrung bieten. Wille hat den Standort dann auch sofort in einer App hochgeladen.

Überhaupt war es spannend, den Berichten Willes zu folgen, die hinter jeder Art stecken, von den Warnlauten in Vogeluniversalsprache, von den sich verändernden Wiesenstandorten durch frühes Mähen und dem Eisvogel, der sich mit einem Pfiff ankündigt und dann bläulich schimmernd über die Niers geschossen kommt. Die Vielfalt auf so kleinem Raum in 2 Stunden erleben zu können, hat den Blick für Naturschutz nochmal geöffnet.

Hier noch die Arten, die wir gesehen und gehört haben:
Zilzalp, Zaunkönig, Amsel, Kohlmeise, Rotkehlchen, Austernfischer, Mönchsgrasmücke, Singdrossel, Buntspecht, Buchfink, Gartenbaumläufer, Kleiber, Graugans, Gelbspötter, Nachtigall, Fasan, Star, Heckenbraunelle, Dorngrasmücke, Gartengrasmücke, Blaumeise, Seidensänger, Rabenkrähe, Goldammer, Eisvogel, Teichhuhn, Nilgans, Höckerschwan, Bachstelze, Mauersegler, Reiherente, Rohrammer und Elster.