Grüne Fraktion schockiert- FFP-Antrag wurde von CDU und WWG im Rat abgelehnt!
In der letzten Planungsausschusssitzung am 21.11.2024 wurde dem Antrag der Familie Brunen, eine Freiflächenfotovoltaikanlage auf der landwirtschaftlichen Fläche eines ehemaligen Bauernhofes am Lampesweg in Wankum zu errichten, mit 9 Stimmen gegen die 4 der CDU zugestimmt. Zuvor hatte die Unternehmensberatung Dr. Schnieders das Projekt vorgestellt, das mit einer Anlagenleistung von etwa 3MWp auf etwa 25 Hektar Ackerland geplant ist. Dazu erläuterte der Landwirt Markus Brunen aus Nettetal noch, dass die Ackerzahl von 46, mit der die Ackerfläche bewertet ist, aus seiner Sicht und Erfahrung als Landwirt auf den Grundstücken nicht gegeben ist. Die Fläche sei im vorderen Bereich sehr steinig und im hinteren Bereich nass und ermögliche deshalb kein einheitliches, konstantes Wachstum. Die Gemeinde hätte sogar schätzungsweise mit einer jährlichen Beteiligung von 6.000 € rechnen können.
Ausführlichere Informationen dazu, können Sie dem Informationssystem der Gemeinde Wachtendonk entnehmen.
In der Ratssitzung am 12.12.2024 stimmte die WWG plötzlich und (nicht bei allen ganz unerwartet) gegen die Genehmigung dieses Projekts. Eine knappe Mehrheit konnte dadurch erreicht werden, das fünf Ratsmitglieder aus beruflichen oder krankheitsbedingten Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen konnten. Fatal, wie für unsere Zukunft so wichtige Entscheidungen, blockiert werden können. Aus WWG-Richtung kam sogar der Vorwurf, dass es dabei doch auch nur um ‘Greenwashing’ ginge. Das kannten wir nur von Großinvestoren, die damit die ökologische Bewertung ihrer Firmen und Betriebe Richtung Klimaneutralität verbessern wollen. Da geht es aber um ganz andere Größenordnungen, was aber auch grundsätzlich nicht schlecht sein muss. Wir brauchen mehr regenerative Energieproduktion! Negativ kann das aber durchaus auf die Preisentwicklung von Ackerflächen sein, wo landwirtschaftliche Betriebe wirtschaftlich nicht mehr mithalten können, um solche Flächen zu pachten. Genau das wollten wir mit unserem Antrag, mit dem wir einen Kriterienkatalog zur Bewertung von FFP-Anlagen eingebracht hatten, verhindern. Auch der wurde schon in sturer Blockadehaltung von CDU und WWG verhindert.
Erst nach der Sitzung erfuhren wir auf Anfrage, dass auch Landwirtschaftliche Betriebe, die sich im Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren, beim Milchpreis mit ein paar Cent gefördert werden. War ihnen wohl nicht gegönnt.
Schlimmer noch ist das unglaubwürdige und inkonsequente Gehabe der CDU-Fraktion, doch genauso für Umwelt-, Naturschutz und Artenvielfalt zu sein und dabei bei vielen fortschrittlichen, richtungsweisenden Entscheidungen auf der Bremse zu stehen.
Aber wir kämpfen weiter dafür und hoffen auf Ihre Unterstützung.
