Wir trauern um unseren Freund und Fraktionsvorsitzenden Dr. Ludwig Ramacher
Er ist nach kurzer schwerer Krankheit am Dienstag 27.01.26 viel zu früh im Alter von nur 69 Jahren gestorben. Ludwig war so viel. Über mehr als zwei Jahrzehnte hat er unsere Fraktion geleitet. Obwohl er beruflich mit vielen verantwortlichen Aufgaben betraut und in Europa unterwegs war, war er immer mit offenem Herzen und offenen Augen und Ohren in Wachtendonk.
In den 32 Jahren der Ratszugehörigkeit haben ihn viele als verbindlich, mit hintergründigem Witz, streitbar, manchmal scharf im Ton aber immer mit klarem Kompass für eine gerechte Gesellschaft ohne Ausgrenzung kennengelernt. Er war immer rational und wollte mit Argumenten überzeugt werden. Dann ging er auch gerne in Diskussionen für Themen, egal ob es soziale, wirtschaftliche, nachhaltige oder planerische Themen für Wachtendonk waren.
Getragen wurde er von einer optimistischen Grundhaltung und von Interesse an Neuem. So hat er sich auch neben der Ratsarbeit in Wachtendonk eingebracht. Er war einer der Initiatoren der freien Realschule und hat seit Gründung aktiv die Geschicke der Schule zusammen mit Mitstreitern geleitet. Ein paar Jahre später war er einer der Gründer der Bürger-Energiegenossenschaft. Nur reden war eben nicht sein Ding, sondern machen, auch wenn er damit neue Verpflichtungen einging.
Wir werden nicht vergessen, wie er uns begeistert von seinen kulinarischen Erlebnissen in Italien und Portugal erzählte, wenn er immer wieder neue Lieblingsmusik, egal ob Jazz, Fado oder Rock auflegte und wie entschieden er No-Sports betrieb andererseits aber seine Fanleidenschaft für den Club auf Schalke auslebte. Darin konnte er sich verlieren wie in Mineralien und noch mehr im Sammeln historischer Gewichte, denn in jedem Gewicht steckte ja eine Geschichte, die es zu ergründen galt.
So war er. Und er hinterlässt eine Lücke, die groß ist und die wir in seinem Sinne füllen möchten. Wir wünschen seiner Familie, allen voran Dina und Cedric alle Kraft, die Leere zu überwinden und Mut zu fassen.
Ludwig liebte neben vielen anderen Dingen die Comicserie Peanuts. Charlie Brown sinnierte einmal mit Snoopy am See sitzend „Wir werden eines Tages alle sterben, Snoopy“, worauf Snoopy in Gedanken antwortete „Ja, das stimmt, aber an allen anderen Tagen nicht“.
