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Die Woche fängt ja gut an!?
Von Horst Köhler wird für mich bleiben sein offenkundig ehrliches Engagement für Afrika. Jedesmal, wenn er dort war kamen Nachrichten zurück nach Deutschland, die uns zurecht nachdenklich stimmten.
Sein Rücktritt heute war dennoch eine unangemessene Reaktion auf die Kritik an seinen Äußerungen auf dem Rückflug von Afghanistan. Unangemessen weil ein Politiker ohnehin mehr an Kritik aushalten können muß. Und unangemessen, weil auch der Bundespräsident nicht sakrosankt ist (der Papst auch nicht). Demokratie meint Demokratie, die Herrschaft des Volkes.
Dass Teile der Kritik an Köhler sowohl ein fast böswilliges Nichtverstehen des wirklich Gesagten bedeuten, als auch manches von dem was Köhler sagte der deutschen Öffentlichkeit unlieb ist, spielt dabei (fast) keine Rolle.
Eine wirkliche Auseinandersetzung mit unserer weltpolitischen Rolle findet ja ohnehin nicht statt. Weder nehmen wir sie nichtmilitärisch wirklich wahr, eine Rolle, die ich sehr bevorzugen würde, noch werden, wenn eine Option zum Tragen kommt, die Soldaten einschließt, die Konsequenzen voll erkannt. Soldaten in einen Krieg zu schicken heißt, dass Menschen sterben werden, eigene und andere.
Zu dem israelischen Angriff auf den Hilfskonvoi für Gaza fällt mir nur bitteres ein. Ja, Israel ist von seinen Nachbarn bedroht, tödlich bedroht in der eigenen Wahrnehmung, die aufgrund der Verbrechen im Namen Deutschlands gut zu verstehen ist. Aber dennoch: Nichts entschuldigt diese Vorgehensweise. Weder die Enterung des Hilfskonvois noch die Tötung von Zivilisten an Bord kann eine wie auch immer geartete Entschuldigung finden. Die Angreifer waren die Elitetruppen Israels, nicht die Besatzung der Schiffe. Und zu erwarten, dass in einem solchen Fall eines militärischen Angriffes jeder einzelne an Bord "vernünftig" reagiert, kann ja wohl kaum einer Realität entsprechen.
Ich nenne das als nach dem Krieg geborener Deutscher eine Schande für Israel, was heute geschehen ist.






